Sie möchten eine Anleitung übersetzen?


Sie möchten eine Anleitung übersetzen lassen?

Der internationale Markt bringt es mit sich, dass Anleitungen oft in mehreren Sprachen benötigt werden. Übersetzung und Lokalisierung von Anleitungen sind Fachdisziplinen, die viel Erfahrung und fundiertes Wissen erfordern. Die Organisation und Koordination der entsprechenden Prozesse kommt nicht nur der Qualität zugute, sondern reduziert auch die anfallenden Kosten. Manualise kann nicht nur Ihre Anleitungen schreiben und illustrieren – auch die Übersetzung fällt in unseren Fachbereich.

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Was ist bei der Übersetzung zu beachten?

Bei der Übersetzung von Anleitungen fallen regelmäßig dieselben Fragen an: Muss überhaupt übersetzt werden? Welches ist das richtige Übersetzungsbüro? Worauf muss man achten, und wie kann die Qualität sichergestellt werden? Welche Kosten fallen an und wie kann man sie kontrollieren? Auf die wichtigsten Fragen soll im Folgenden näher eingegangen werden.

1. Warum müssen Anleitungen übersetzt werden?

Die europäischen Richtlinien schreiben üblicherweise als verpflichtend vor, dass einem Produkt eine Anleitung in der Landessprache beizuliegen hat. Für Verbraucherprodukte wird dieser Punkt durch die Produktsicherheitsrichtlinie abgedeckt. Die entsprechenden Bestimmungen für professionelle Produkte finden sich in Richtlinien wie der zur Verbesserung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes der Arbeitnehmer bei der Arbeit oder in diversen CE-Richtlinien. Dazu kommen ggf. noch nationale Vorschriften. Die Übersetzung ist dann üblicherweise gesetzlich vorgeschrieben.

Die gesetzliche Verpflichtung ist jedoch nicht der einzige Grund für eine Übersetzung. Als wichtiger Punkt besonders aus dem Blickwinkel des Marketing ist die Benutzerfreundlichkeit zu nennen. Jeder Nutzer wird sich im Zweifelsfall für ein Produkt entscheiden, dessen Anleitung er in seiner Muttersprache lesen kann.

Daher ist es sinnvoll, bereits vor Beginn der Erstellung zu klären, in welchen Sprachen die Anleitung schlussendlich verfügbar sein soll. Allein die Anzahl der Sprachen kann wesentlichen Einfluss auf die Gliederung und Aufmachung haben.

2. Welches ist das richtige Übersetzungsbüro?

Jedes Übersetzungsprojekt erfordert die Entscheidung für einen Übersetzer oder ein Übersetzungsbüro, die wohlüberlegt sein will. Zur Wahl stehen Freiberufler sowie kleine und größere Agenturen, wobei Freiberufler zwar oft am günstigsten arbeiten, vom Beauftragenden aber mehr Eigenleistung erfordern. Natürlich muss auch für jede Sprache ein eigener Übersetzer gefunden und beauftragt werden. Große Übersetzungsbüros bieten meist alle oder zumindest die gängigen Sprachen an. Für den Beauftragenden ist dies insofern günstig, dass alles über einen einzigen Ansprechpartner abgewickelt werden kann. Solche Büros übernehmen auch Qualitätssicherung und Projektmanagement. Andererseits ist es häufig so, dass größere Büros generischer aufgestellt sind und nicht für jedes Fachgebiet über qualifizierte, erfahrene Übersetzer oder die erforderlichen Fachkenntnisse verfügen.

Bei der Auswahl eines Übersetzungsdienstleisters ist vorrangig auf sprachbezogene Kenntnisse und Erfahrung zu achten. Welche Sprachen werden unterstützt? Über welche Ausbildung, Zertifizierung und Fachkenntnisse verfügen die Übersetzer? Wird von Muttersprachlern übersetzt? In einem zweiten Schritt sollte sichergestellt werden, dass das Büro/der Übersetzer über die entsprechenden Fachkenntnisse verfügt. Abschließend ist noch zu klären, wie die Qualitätskontrolle vonstatten gehen soll. Ein anderes wichtiges Kriterium sind natürlich die Kosten – auch diesbezüglich können sich verschiedene Anbieter stark unterscheiden.

3. Mit welchen Risiken ist zu rechnen?

Alle Übersetzungsprojekte bergen bestimmte Risiken. Entscheidend ist, diese zu kennen und zu wissen, wie man sie minimieren oder auftretenden Problemen begegnen kann. So wird üblicherweise oft von Übersetzung gesprochen, wenn eigentlich eine Lokalisierung erforderlich ist. Eine reine Übersetzung kann leicht für Unstimmigkeiten sorgen. Denn bei Dokumentationen reicht eine einfache Übersetzung oft nicht aus – die Texte müssen an nationale Standards und Vorschriften angepasst werden. Bei der Zeichensetzung ist auf sprachliche Eigenheiten zu achten. Für bestimmte Wörter findet sich in der Zielsprache oft gar keine genaue Entsprechung–- in Deutschland völlig geläufige Begriffe wie FH oder Azubi können ohne nähere Erläuterungen nicht übernommen werden. Dieses Zusammenspiel aus Übersetzung und inhaltlicher Anpassung mit dem Ziel sprachlicher und fachlicher Korrektheit bezeichnet man als Lokalisierung. Diesbezüglichen Fehlern kann durch gute Kommunikation mit dem Büro oder dem Übersetzer vorgebeugt werden.

Ein weites Risiko stellen die Kenntnisse des Übersetzers dar – beziehungsweise der Mangel an solchen. Ein Übersetzer, der keine ausreichenden Kenntnisse auf dem betreffenden Fachgebiet hat kann den zu übersetzenden Text falsch verstehen und auf dieser Basis natürlich keine korrekte Übersetzung abliefern. So kommt es häufig zu inhaltlich schlechten oder gar falschen Übersetzungen. Dieses Risiko lässt sich reduzieren, indem wie oben beschrieben bei der Wahl des Übersetzers dessen Fachkenntnisse berücksichtigt werden.

Obwohl ein Übersetzungsbüro Qualität garantieren wird, ist dies häufig schwer zu kontrollieren oder nachzuvollziehen. Vor allem bei weniger gängigen Sprachen ist bei Manualise oder beim Auftraggeber nicht unbedingt jemand vorhanden, der Quell- und Zielsprache beherrscht und das Ergebnis fachgerecht prüfen kann. Während Sprach- und Rechtschreibfehler verhältnismäßig einfach festzustellen sind, lässt sich über stilistische Qualitäten wie Sprachgebrauch oder flüssige Lesbarkeit nur schwer objektiv diskutieren. Daher ist es wichtig, schon im Vorfeld zu klären, wie mit Beschwerden, Korrekturen oder Äderungswünschen umgegangen werden soll. Soweit dies möglich ist, empfiehlt es sich immer, übersetzte Texte stichprobenartig von einem geeigneten Ansprechpartner aus dem entsprechenden Zielland prüfen zu lassen. Eine solche Kontrolle kann dem Übersetzer angekündigt werden, damit er Auskunft darüber geben kann, welche Anmerkungen in seinen Verantwortungsbereich fallen.

Sehr wichtig ist dabei eine gründliche Überwachung der Übersetzungsprozesse. Sollten trotzdem Fehler entstehen, aus denen sich Gefahrensituationen ergeben können, liegt das Risiko auf Seiten des Herstellers. Angenommen, der Satz „dieses Produkt ist nicht für den Betrieb im Freien konzipiert“ lautete in der Übersetzung „dieses Produkt ist für den Betrieb im Freien konzipiert“. Sollte dieser Fehler zu einem Unfall oder Schaden führen, wird ein Gericht, da die Anleitung als fester Produktbestandteil gilt, das Produkt als mangelhaft einstufen und den Hersteller entsprechend haftbar machen.

4. Wie lassen sich Übersetzungskosten minimieren?

Um zu wissen, welche Kosten sich einsparen lassen, muss man zunächst verstehen, wie die Kosten entstehen. Übersetzungskosten setzen sich wie folgt zusammen:

  • Die Kosten für die Übersetzung an sich, die auf Basis des Ausgangstextes berechnet werden.
  • Projektmanagement.
  • Desktop-Publishing (DTP) der übersetzten Dokumente.
  • Prüfung und Validierung von Fachterminologie (Terminologieverwaltung).
  • Technische Unterstützung, z. B. die Vorbereitung von Dateien für die Bearbeitung mit Übersetzungstools.

Einsparen lassen sich Kosten vor allem durch Aspekte, die bereits beim Aufsetzen der entsprechenden Dateien bedacht werden müssen:

Ordentlich aufgesetzte Dateien

Automatisch zu aktualisierende Inhaltsverzeichnisse und Querverweise im Text lassen Mehraufwand und Konsistenzfehler vermeiden. Illustrationen, die aus externen Ordnern importiert werden lassen sich leichter austauschen als direkt ins Dokument kopierte Bilder. Die konsequente Verwendung von Vorlagen oder Templates minimiert den Zeitaufwand für das Layout. In Verbindung mit XML-Dateien lässt sich das Layout auf Basis einer Vorlage nahezu automatisch erstellen.

Minimierter Textumfang

Kurze, simple, aktiv formulierte Sätze und konsistent verwendete Terminologie verringern die zu übersetzenden Textmenge beträchtlich. Solcherart auf das Nötigste beschränkte Sätze sind auch wesentlich schneller und einfacher zu erfassen und damit zu übersetzen. Erreicht werden kann dies durch die Anwendung von Standards wie Simplified Technical English.

Eine weitere Möglichkeit, die Textmenge zu reduzieren ist der vermehrte Einsatz von Illustrationen. Ein Bild sagt bekanntlich mehr als 1000 Worte. Illustrationen können durchaus ganze Textabschnitte ersetzen. Einschließlich aller zusätzlich erforderlichen Leistungen spart jedes Wort, das nicht übersetzt werden muss, im Durchschnitt etwa 0,20 € ein. Bei einem Dokument, das in fünf Sprachen übersetzt wird, ist das immerhin ein Euro pro Wort!

Content-Management-System verwenden

Vor allem bei Produkten, für die Anleitungen in mehreren Ausgabeformaten in mehreren Sprachen zu erstellen sind (z. B. eine Anleitung inklusive Quick Start Guide, dazu Produktflyer und Texte für die Website), oder bei Dokumentationen für eine Reihe ähnlicher Produkte kann ein CMS erheblich zur Kosteneinsparung beitragen. In Datenbanken lassen sich Texte und die entsprechenden Übersetzungen so organisieren, dass sie problemlos für neue Output-Formate verwendet und für neue Produkte aktualisiert werden können. Ein CMS optimiert den Wiederverwendungswert von Textsegmenten und Übersetzungen.

Ziehen Sie auch die Kombination einer ausführlichen Anleitung mit einem Quick Start Guide in Erwägung

Muss wirklich der gesamte Text übersetzt werden? Wie oft werden welche Informationen gelesen? Eventuell ist es ausreichend, die wichtigsten Informationen (z. B. Sicherheits- und Warnhinweise, Warnungen vor unsachgemäßem und Angabe des bestimmungsbemäßen Gebrauchs) in einem Quick Start Guide zusammenzufassen und dann nur diesen zu übersetzen. Alle übrigen, zusätzlichen Informationen können in einer ausführlichen Anleitung aufgeführt werden, die nur in einer Sprache veröffentlicht wird. Wenn diese Anleitung dann nur online veröffentlicht wird, haben Sie auch an den Druckkosten gespart.

Herangehensweise bei Übersetzung von Anleitungen

Die Übersetzung von Anleitungen folgt immer denselben Prozessschritten:

Schritt 1
Vorbereitung

Sichtung und Analyse des Ausgangsmaterials, Festlegung des Umfangs, Projektplanung und Vorbereitung.

Schritt 2
Vorbereitung, Übersetzung und Nachbereitung

Vorbereitung des Ausgangsmaterials für den Übersetzer, Übersetzung und Rückumwandlung ins Ursprungsformat.

Schritt 3
Desktop-Publishing und Qualitätsprüfung

Layoutanpassung der übersetzten Dokumente und letzte Kontrolle oder Korrekturlesen.

Referenzen

Sie möchten eine Anleitung erstellen oder übersetzen lassen und brauchen einen zuverlässigen Partner? Manualise unterstützt seine Kunden mit Rat und Tat bei der Erstellung, Optimierung, Verwaltung und Übersetzung ihrer Anleitungen. Zu unseren Kunden zählen:

„Auf meine Mails wird umgehend reagiert und mir ist immer klar, wer mein Ansprechpartner ist. Manualise ist ein junges und dynamisches Unternehmen.“

- Jan Voorbergen , AKAI Benelux -


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